Sonntag, 15. Januar 2017

Kurzrezension: The Real Thing von Samantha Young

Inhaltsangabe und weitere Angaben zum Buch:

Leider sehr enttäuschend.

Schon der Einstieg in dieses Buch fiel mir unheimlich schwer, erst nach ca. 70 Seiten war ich wirklich in der Geschichte drin. Was mich total am Lesefluss behindert hat war, dass Coopers Kapitel in der 3.Person geschrieben sind, während Jessicas Kapitel in der Ich-Perspektive geschrieben sind. Daher hat mich dieser Wechsel zwischen den Perspektiven immer wieder durcheinander gebracht. Man konnte Cooper so auch gar nicht richtig kennen lernen. 

Zu den Charakteren habe ich so einiges zu sagen, denn Jessica und Cooper haben mir leider auch nicht so recht gefallen. Oft konnte ich ihre Handlungen nicht wirklich nachvollziehen, vor allem da die beiden schon Erwachsen sind und keine pubertierenden Jugendlichen. Jessica ist Bindungsgestört, was so einiges an ihrem Verhalten rechtfertigt, aber noch lange nicht alles. Meistens wurde alles einfach zu überdramatisiert, als Leser kann man dabei einfach nur die Augen verdrehen. So viel unnötiges Drama in ein Buch zu packen, war wirklich keine gute Idee von Samantha Young.

Im letzten Drittel des Buches gab es einen Moment, da konnte ich Jessica sehr gut verstehen und sie war mir unheimlich sympathisch, ich entwickelte ein gewisses Mitgefühl ihr gegenüber. Dieses verflüchtigte sich leider wieder sehr schnell. Die Autorin wollte meiner Meinung nach das Buch tiefgründig und dramatisch gestalten, dabei hat sie aber den Spruch: "Weniger ist oft mehr." leider nicht berücksichtigt. Denn in diesem Buch folgt ein Drama auf das nächste.

Ich konnte einfach keine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen. Jedoch habe ich mich in die Nebencharakter verliebt. Vor allem Emery hat es mir unheimlich angetan, sie besitzt einen eigenen Buchladen und ist unglaublich zurückhaltend und schüchtern. Auch Bailey der das Hart´s Inn gehört war mir sehr sympathisch, sie ist auch die Protagonistin des zweiten Bandes. Auf diesen freue ich mich schon riesig.

Die Stadt, Hartwell, wurde unglaublich authentisch und schön beschrieben, teilweise verlor ich mich in der Geschichte und vor allem in dieser wunderbaren Stadt. Samantha Young hat da auf jeden Fall etwas total tolles erschaffen. Das Leben in Hartwell wird sehr genau beschrieben, als Leser fühlt es sich so an, als würde man dort gemeinsam mit den Charakteren leben. Nach der Arbeit geht man in Emery´s Buchladen und stöbert ein wenig, trinkt einen guten Kaffee und liest ein wenig, danach trifft man sich Abends in Cooper´s Bar und lässt den Tag mit seinen Freunden ausklingen. 

Am Ende des Buches durfte das große Drama natürlich nicht fehlen, Jessicas großes Geheimnis wird endlich gelüftet und wie erwartet hat es mich einfach nur aufgeregt, dass man deswegen so einen Aufstand gemacht hat. Meiner Meinung nach null nachvollziehbar und einfach unnötig. 

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich leider mit den Protagonisten und deren Geschichte wirklich nichts anfangen konnte, mir daher das Buch leider nicht gefallen hat und mich enttäuscht zurücklässt. Aber die Stadt, das Gefühl der Zusammengehörigkeit und all die wunderbaren anderen Charaktere haben das Buch dann doch noch zu etwas ganz besonderem gemacht. Trotzdem fällt meine Bewertung relativ schlecht aus, aber ich freue mich auf Band 2 & hoffe stark, dass mir Baileys Story besser gefallen wird.

Das Buch bewerte ich mit 2,5/5 Sternen.



Kommentare:

  1. Hey Melissa :)
    Schöne Rezension! Schade, dass dir das Buch nicht so zugesagt hat. Schon länger steht "The Real Thing" auf meiner Wunschliste, aber jetzt überlege ich es mir wohl zweimal, ob ich es mir noch kaufen soll ...

    Ganz liebe Grüße,
    Myri
    http://myri-liest.blogspot.de/

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    1. Hey Myri,
      Dankeschön! Am besten du liest mal in die Leseprobe rein, vielleicht findest du die Protagonisten ja besser als ich :) Aber empfehlen würde ich persönlich das Buch eher nicht.

      Dir auch ganz liebe Grüße

      Melissa

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